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Kuba - Ein Organistenporträt

Moisés Santiesteban wurde 1984 auf Kuba geboren. Nach seinem Klavierstudium bei Patricio Malcolm an der Universität der Künste ISA in Havanna/Kuba, das er 2009 mit dem Bachelor abschloss, studierte er Orgel an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg/Deutschland (HfKM) bei Prof. Stefan Baier, wo er 2016 ebenfalls einen Bachelor-Abschluss erhielt. 2010 absolvierte er den postgradualen Lehrgang (Diplomado) "Hispanisches Musik-Kulturerbe" am Colegio Universitario de San Gerónimo der Universität Havanna. 2016 begann er die Master-Studiengänge Orgel und Cembalo an der g. HfKM. Gegenwärtig ist er als Organist, Lehrer und Forscher tätig. Dadurch trägt er zur Wiederbelebung, Fortführung und Verbreitung des Orgel-Kulturerbes auf Kuba bei. Von 2009-2013 war er Organist des Ensembles für Alte Musik "Ars Longa" unter der Leitung von Teresa Paz, das der Oficina del Historiador von Havanna angehört, nachdem er schon 2008 als Organist im Rahmen des VI. Internationalen Festivals der Alten Musik "Esteban Salas" aufgetreten war. Seit 2013 ist er Titular-Organist an der Kathedrale von Havanna und zudem als Konzertorganist bei der staatlichen Konzertagentur "Centro Nacional de Música de Concierto" gelistet sowie Generalkoordinator und Orgeldozent am Lehrstuhl für Kirchenmusik der Hochschule für Kirchliche Studien "Félix Varela" in Havanna. Außerdem ist er als Orgeldozent bei Studiengängen und Lehrveranstaltungen des Gabinete de Patrimonio Musical "Esteban Salas" und des Colegio Universitario San Gerónimo der Universität Havanna tätig und Betreuer des Wahlfachs Orgel an der Escuela Nacional de Música im Fachbereich Klavier. Als Solist und Kammermusiker (Orgel, Klavier, Cembalo) ist er bei bedeutenden Festivals gefragt. Neben seiner Konzerttätigkeit auf Kuba haben ihn Konzertreisen bisher auch nach Spanien, Deutschland, Polen, in die Schweiz und die USA geführt.

 

Santiestebans neueste CD-Aufnahme "Deus mei refugii rupes" entstand 2017 im Rahmen der Reihe "Orgellandschaft Schlesien" (Vol. 19) als internationales (kubanisch-polnisch-deutsches) Gemeinschaftsprojekt an der großen Rieger-Orgel in der Kathedrale zu Oppeln (poln. Opole). Sie kann direkt über die Mailadresse xgrzpoz@wp.pl oder über Allegro bezogen werden. Die Abbildung des folgenden Klangbeispiels zeigt Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) mit seiner Frau Fanny.

Polen

Exzellente Einspielung in Siedlce

 

Mit einer einzigartigen Einspielung der legendären 6 Triosonaten von J. S. Bach haben Marek Toporowski (Orgel), Irmina Obońska (Cembalo) und Mark Caudle (Viola da Gamba) der ebenso einzigartigen Wagner-Orgel im polnischen Siedlce ein großartiges Denkmal gesetzt. Die kammermusikalische Ausführung der sonst oft nur auf der Orgel zu hörenden Werke ist nicht zuletzt durch die Pedallosigkeit der kleinen Transmissionsorgel inspiriert, zeigt aber zugleich einmal mehr, wie ideal dieses Instrument dafür geeignet ist und erlaubt überdies einen Musizierstil, der an farbiger Lebendigkeit und Feinsinn seinesgleichen sucht. Das gilt ebenso für die maßstabsetzende Einspielung selbst, in der mitreißender Drive in den Ecksätzen und feinfühlige Nuancierungen in den Mittelsätzen immer wieder für einen faszinierenden Ausgleich der Empfindung sorgen. Die CD erschien in dem namhaften polnischen Label Dux und ist ein Muss für jeden Bach- und Wagner-Fan. (WB)

 

Und hier eine Kostprobe: Sonata Nr. 1 Es-Dur, 1. Satz, Allegro

 

 

Marek Toporowski (geb. 1964 in Warschau), Organist, Cembalist, Dirigent und vielseitiger Kammermusiker, absolvierte von 1983 bis 1988 die Musikhochschule in Warschau bei Leszek Kędracki (Cembalo) und Józef Serafin (Orgel) mit Auszeichnungen. Parallel dazu studierte er von 1987 bis 1990 Cembalo in Strasbourg und Amsterdam bei Aline Zylberajch und Bob van Asperen sowie Orgel bei Daniel Roth. 1985 wurde er Erster Preisträger des Nationalen Cembalo-Wettbewerbs W. Landowska in Krakau.1988 erhielt er den Ersten Preis des Strassburger Konservatoriums (1. Prix Interrégional Supérieur - Orgel, Cembalo). 1990 legte er seine Konzertreifeprüfung im Fach Orgel in Saarbrücken ab. Von 1990 bis 1992 war er Lehrer für Orgel und Cembalo in Warschau, seit 1991 ist er Dozent, ab 2003 Professor an der Musikakademie Kattowitz, wo er 2008/12 Prorektor und 2012/15 Fachbereichsleiter der Abteilung für Historische Aufführungspraxis der Musikhochschule war. Sein Schaffen - auch mit dem von ihm gegründeten Ensemble Concerto Polacco - zeugen Rundfunk- und CD-Aufnahmen, sowie zahlreiche Konzerte im europäischen Raum.

Norwegen

Wiedereinweihung der restaurierten Steinmeyer-Orgel im Nidarosdom zu Trondheim

 

Das 1930 vollendete klingende Monument (IV/P/127) wurde in nur 20 Monaten von der international renommierten Firma Kuhn aus der Schweiz restauriert und am 17. Mai 2014 zum norwegischen Nationalfeiertag und 200jährigen Jubiläum der norwegischen Verfassung erneut seiner Bestimmung übergeben. Damit ist ein Markstein der Orgelbaugeschichte gesetzt, der nicht hoch genug bewertet werden kann. Das Instrument zählt zu den größten und bedeutendsten seiner Art und dürfte künftig Orgelpilger aus aller Welt anziehen, zumal der Nidarosdom auch eine außerordentlich wertvolle barocke Wagner-Orgel birgt. 

 

Für Interessenten, die sich in die Geschichte der Steinmeyerorgel vertiefen möchten, wurde ein mehrsprachig (norwegisch, englisch und teilweise deutsch) verfasster exzellenter Prachtband herausgegeben, dessen Redaktion und Edition in den bewährten Händen des ehemaligen Domorganisten Per Fridtjov Bonsaksen lag und direkt beim Verlag unter der Mailadresse postmottak.ndr@kirken.no erworben werden kann:

 

Steinmeyerorglet i Nidaros Domkirke -

fra skandale til klenodium.

 

The Steinmeyer Organ in Nidaros Cathedral in Trondheim - from Scandal to Treasure.

 

Großformat, 220 Seiten, zahlreiche farbige und einfarbige Abbildungen. ISBN 978-82-7693-204-1.

 

Wer die Montage des Werkes im Zeitraffertempo verfolgen und sich einen ersten Klangeindruck verschaffen möchte, ist herzlich eingeladen, dass folgende Video anzusehen:

Per Fridtjov Bonsaksen (*8. September 1946 ) ist als weitgereister Organist im norwegischen Trondheim zuhause, wo er seine erste Ausbildung am Konservatorium für Musik erhielt. Später folgten Studiengänge für Orgel und Cembalo in Köln und Wien, die er mit einem Diplom an der dortigen Staatlichen Hochschule für Musik abschloss, um danach in Hamburg Orchesterleitung zu studieren. Später war er als Domorganist in Trondheim tätig, wo er 2011 nach 35 Jahren in den Ruhestand trat. Er spielte eine zentrale Rolle bei den jährlichen Olavsfest-Tagen, arbeitete als Komponist, didaktisch hervorragender Orgellehrer, international gefragter Organist sowie Autor zu vielfältigen Themen der Kirchenmusik. 2007 ernannte ihn der König zum Ritter der 1. Klasse des St. Olavsordens "für seine Bemühungen um norwegische Kirchenmusik". Bonsaksen war einer der federführenden unermüdlichen Initiatoren und Aktivisten für die Restaurierung der Wagner- und der Steinmeyer-Orgel.

Polen

Dokumentation zur Wagner-Orgel in Siedlce in polnischer Sprache:

 

Dokumentacja historyczno-konserwatorska organów Joachima Wagnera z 1744 roku (własność Kurii Diecezjalnej Siedleckiej),

Siedlce 2004

 

Na zlecenie

Wojewódzkiego Konserwatora Zabytków

Województwa Mazowieckiego

Delegatura w Siedlcach

opracowali:

Małgorzata Trzaskalik-Wyrwa

Bartlomiej Bulicz

 

Kontakt: mtrzask@chopin.edu.pl

 

Die CD zur Wagner-Orgel Siedlce