VOELKNER, PAUL


Lebensdaten bisher unbekannt
Vater: Orgelbauer Christian Friedrich Voelkner (*1831, †31.07.1905), Dünnow/Hinterpommern

Paul Voelkner erlernte den Orgelbau zunächst in der väterlichen Werkstatt. Danach setzte er seine Ausbildung bei diversen deutschen Orgelbauern fort. 1899 übernahm er die Firma seines Vaters, die nun durch neue Maschinen, den Bau eines weiteren Gebäudes und die Beschäftigung von 20 Mitarbeitern deutlichen Aufschwung erfuhr und neben Orgelreparaturen jährlich etwa zehn neue Instrumente ausführte, die u.a. auch für den Export nach Russland und sogar nach Daressalam in Deutsch-Ostafrika bestimmt waren. - In der Nacht vom 17. zum 18. Januar 1906 wurden große Teile des Unternehmens und Wohngebäudes durch verheerende Folgen einer Brandstifung vernichtet, während sich Paul Voelkner auf Geschäftsreise befand. Lediglich das neue Fabrikgebäude blieb unversehrt. Nach diesem Ereignis verlegte Voelkner die Firma nach Bromberg (Bydgoszcz) in die Provinz Posen, wo 1906 eine neue große Fabrik entstand, in der fünfzig Mitarbeiter beschäftigt waren. Bis 1914 wurden etwa dreißig moderne, pneumatische Kirchenorgeln gebaut und jährlich zahlreiche Orgelreparaturen ausgeführt. Nach den - gerade für dieses Gebiet besonders folgenschweren - Ereignissen des 1. Weltkriegs erwarb ein polnischer Geschäftsmann die Gebäude zur Einrichtung einer großen Tischlerei. Paul Voelkner lebte zuletzt auf einem Landgut in Hinterpommern.


Labium-Archiv Berlin / Schwarz, Werner: Pommersche Musikgeschichte, Historischer Überblick und Lebensbilder Tl. 1: Historischer Überblick, Köln-Wien 1988