BAUMGARTEN, CHRISTIAN MORITZ


* vor 1815, † nach 1865

∞ mit Minette Pauline Baumgarten
Kinder: Marie Magdalene Agnes (*08..06.1833), Emil Moritz (*29.08.1834), Marie Nathalie (*15.03.1839)

 

Baumgarten war Schüler von Carl August Buchholz (Berlin) und etablierte sich anschließend als Instrumentenbauer in der (1832 eingemeindeten) Merseburger Vorstadt Altenburg, wo er der Kirchengemeinde St. Viti angehörte und drei seiner Kinder taufen ließ. 1834 gab er diese Werkstatt auf, um sich als Orgelbauer in Zahna niederzulassen. In diesem Zusammenhang gab Baumgarten im Öffentlichen Anzeiger zum Amtsblatt der Königlichen Regierung u.a. den Verkauf seines Freiguts bekannt:

 

„Mein in der Altenburg belegenes Freigut Nr. 74 ist nebst Scheune, Stall, Seiten- und Hintergebäuden, so wie ein großer Garten, aus freier Hand zu verkaufen; auch kann die Hälfte der Kaufsumme darauf stehen bleiben. Merseburg, den 29. October 1834. M. Baumgarten, Orgelbaumeister.”

 

Von Zahna aus entfaltete er bis nach 1860 seine gefragte und hochgeschätzte Tätigkeit großenteils auch in der Mark Brandenburg, wo Neubauten in den heutigen Landkreisen Barnim, Elbe-Elster, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und in der Uckermark nachweisbar sind.


Labium-Archiv Berlin / Öffentlicher Anzeiger zum Amtsblatt der Königlichen Regierung, Merseburg, 16. Juli und 12. November 1834 / Kirchenbücher der Kirchengemeinde Merseburg-Altenburg (familysearch) / Bergelt, Wolf: Orgelreisen durch die Mark Brandenburg, Berlin 2016 (3. aktualisierte und verbesserte Auflage)