Serieninstrumente der Firma Sauer (Frankfurt/Oder)


Zwischen 1960 und 2000 stellte das Unternehmen unterschiedlich disponierte Serieninstrumente her, deren Konzipierung unter Gesichtspunkten erfolgte, die das eigene Geschäftsinteresse mit den Möglichkeiten entsprechender Kunden verbanden. Dadurch konnten zahlreiche Kirchengemeinden verschiedener Konfession mit Instrumenten ausgestattet werden, deren Mittel keine größeren Bauten zugelassen hätten.

 

Positiv Typ L  
   
Mechanische Schleiflade  
   
Manual (F-d3)
Holzgedackt 8'
Rohrflöte 4'
Prinzipal 2'

 

 

 

 

 

 

Abb. links: Biesenthal, ev. Gemeindesaal


Das Werk steht in einem hellem Eichenholzgehäuse, dessen Front mit Flügeltüren verschlossen werden kann, die einerseits dem Schutz der Pfeifen und andererseits der Klangdämpfung dienen können. Alle Pfeifen stehen (bei geöffneten Türen frei sichtbar) ohne besondere Prospektgestaltung auf der Windlade. Vorn befindet sich das Gedackt 8’, dahinter der Prinzipal 2’ und ganz hinten die Rohrflöte 4’. Die hier an der linken Gehäusewand sichtbaren Pfeifen F bis A des Gedackt 8’ wurden in zwei Varianten gebaut: a) ganz aus Zinn (z. B. Mehrow) und b) seit 1976 aus Holz (z. B. Biesenthal). Der Tonumfang der Instrumente reichte zunächst von F bis c’’’ und später bis d’’’. Zur Winderzeugung ist im Unterteil eine Balganlage eingebaut, die mit einem elektrisches Gebläse verbunden ist, aber vom Organisten auch über zwei Fußtritte betätigt werden kann.

Aufstellungsorte   * Siehe im Inventarteil
     
Opus 1844 1966 Bernau ev. Gemeindesaal (Abb. s.o.)
Opus 1870 1967 Birkholz ev. Dorfkirche (Leihgabe aus Berlin-Weisensee)*
Opus 1946 1971 Werneuchen ev. Stadtkirche*
Opus 2018 1975 Mehrow ev. Dorfkirche (aus Berlin St. Georgenkirche)*
Opus 2135 1982 Biesenthal ev. Gemeindesaal* (Abb. s.o.)
Opus 2153 1984 Danewirz ev. Dorfkirche*
Kleinorgel Typ I        
         
Mechanische Schleiflade      
         
Manual (C-f3)   Pedal (C-d1)
Principal* 4'   Gedacktpommer 16'
Holzgedackt 8'      
Rohrflöte 4'   Pedalkoppel (Tritt)
Waldflöte 2'      
Quinte 1 1/3'   * E-fis2 im Prospekt
Terzflöte° 4/5'   ° Ab c 1 1/3'. In zwei
Scharff 3-4f.   Stufen registrierbar.

 

Abb. links: Eberswalde, ev. Methodistenkirche


Die Kleinorgel entstand aus dem Modell Typ „N“, dem im Manual die Register Quinte 1 ⅓’ und Terzflöte 4/5’ hinzugefügt wurden (Standardausführung). Das Gehäuse wurde beibehalten. Es gibt auch Instrumente, die anstelle der Terzflöte 4/5’ eine Flöte 8’ oder eine Weidenpfeife 8‘ enthalten. Das Werk steht in einem Gehäuse aus Eichenfournier. Das mittlere Feld des dreiteiligen Prospekts ist etwas zurückgesetzt. Der Spieltisch ist mit einem Klapp- oder Schiebedeckel abschließbar, wobei ersterer geeöffnet als Notenpult dient. Die Werke sind mit einem E-Gebläse für die Winderzeugung ausgestattet.

Aufstellungsorte   * Siehe im Inventarteil
     
Opus 1932 1970 Eberswalde ev. Methodistenkirche (Abb. s.o.)
Opus 2238 1990 Ladeburg ev. Dorfkirche*